Evangelisches Dekanat Odenwald

Posaunenchor Höchst

Tuut - was für die Orgel

Höchst. Erfreulich viele Besucher trotzten der Hitze und kamen auf den Vorplatz des Otto-Koch-Hauses zum 'Sommernachts-Tuut', zu dem der Evangelische Posaunenchor Höchst eingeladen hatte. Belohnt wurden sie nicht nur mit einigen Wolken, die sich schützend vor die Sonne schoben, sondern vor allem mit einem beschwingten Mix von Werken, die der Chor relativ selten öffentlich spielt, von Komponisten aus verschiedensten Epochen. Insgesamt fiel die Wahl überwiegend auf jahreszeitlich passende Titel, wobei bei einigen Stücken auch die Besucher eingeladen waren, mit ihren Stimmen Teil des Chores zu werden.

Am Chorleben Anteil nehmen konnten sie auch bei mancher Anmoderation, wenn die Chorleiterinnen Anekdoten aus den Übungsstunden zum besten gaben. Wie die Besucher erfuhren, dienten die Zwischenmoderationen nicht nur der Unterhaltung der Gäste, sondern vor allem den Bläsern zum Luftschöpfen und erholen.

Gut erholen konnten sie sich beim eingeschobenen Werbeblock. Hier erläuterte Friedlind Schäfer, Sprecherin des Chors, den Zweck des kleinen Konzertes. Die Bläsergruppe möchte damit Spenden sammeln für die Sanierung der Orgel der evangelischen Kirche, die im Zuge deren Innenrenovierung ebenfalls durchgeführt werden soll. "Und es ist in Ihrem eigenen Interesse, ordentlich zu spenden", motivierte Schäfer die Anwesenden. "Wenn die Orgel nicht saniert wird, müssen Sie uns in jedem Gottesdienst hören", drohte sie augenzwinkernd.

Als Startkapital übergab sie 100 Euro vom kürzlich verabschiedeten Manfred 'Manni' Eckert und 100 Euro aus der Posaunenchorkasse an Kirchenvorstandsvorsitzenden Jürgen Paul. Dieser nahm auch den Erlös aus der Selber-pflück-Sonnenblumenkasse des Dusenbacher Hofs Schäfer-Wolf entgegen, den die Familie großzügig auf 400 Euro aufgerundet hatte.

Der Vorsitzende führte aus, dass die Kirchengemeinde für die Orgelsanierung etwa 80.000 Euro aus Eigenmitteln finanzieren müsse. Dem Dank an die Spender schloss er den Dank an den Posaunenchor an, für das Konzert und allgemein für den jahrzehntelangen Einsatz: "Der Posaunenchor ist eine ganz wichtige Stütze im Gemeindeleben!" Besonders lobte er den reibungslosen Führungswechsel. Denn vor ziemlich genau einem Jahr übergab Gründer und Urgestein Michael Bodensohn nach 50 Jahren den Taktstock an die beiden Eigengewächse Kristin Geiger und Marie Benninghoven.

Diesem neuen Chorleiter-Duo dankte Friedlind Schäfer im Namen ihrer Bläserkolleginnen und -kollegen für deren Geduld und gute Führungsarbeit. "Wir kommen gerne zu euch in die Proben, auch wenn man's nicht immer so merkt!" Als äußeres Zeichen des Danks überreichte sie je einen Kaktus, nicht ganz ohne Hintergedanken. Denn ein Kaktus braucht nicht viel Pflege, "da bleibt mehr Zeit, sich auf die Übungsstunden vorzubereiten."

Die Konzertbesucher zeigten sich sehr spendenwillig, so dass weitere 500 Euro für die Orgelsanierung dazukamen. Wer selbst diese Arbeiten unterstützen möchte, kann dies gern auch bargeldlos tun auf das Kollektenkonto der Evangelischen Kirchengemeinde Höchst, IBAN DE43 5085 1952 0090 0138 89 bei der Sparkasse Odenwaldkreis. Spendenquittungen können auf Wunsch ausgestellt werden.

 

Jürgen Paul
26.6.2026


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