Bad König. Victoria Altvater hat zum Monatsanfang die neugeschaffene Projektstelle für Klimaschutz-Koordination im Evangelischen Dekanat Odenwald übernommen. Ebenfalls seit 1. Juni ist Iris Thierolf Kirchenmusikerin für den Dekanats-Nachbarschaftsraum Südlicher Odenwald. Beide wurden nun von Präses Egon Scheuermann und Dekan Carsten Stein im Rahmen der jüngsten Tagung der Dekanatssynode in ihre neuen Ämter eingeführt und für ihren Dienst gesegnet. Victoria Altvater stammt aus Roßdorf. Wie sie vor den Synodalen aus den Dekanats-Kirchengemeinden zwischen Breuberg und Neckarsteinach erklärte, ist sie dem Odenwald bereits seit ihren Kindertagen verbunden. Zu ihren Aufgaben in den nächsten vier Jahren - die vom Bund und vom Zukunftsfonds der Landeskirche finanzierte Stelle ist befristet - gehört, die Kirchengemeinden auf deren Weg zur Klimaneutralität zu beraten und zu begleiten; ebenso Bildung und Öffentlichkeitsarbeit für das Thema Klimaschutz sowie das Knüpfen von Netzwerken, etwa mit Kommunen.
Iris Thierolf arbeitet bereits seit Jahrzehnten als Kirchenmusikerin in Beerfelden. Ihre Arbeit weitet sich jetzt auf den gesamten Nachbarschaftsraum Südlicher Odenwald aus, wozu neben Oberzent noch die Kirchengemeinden Mossautal, Hirschhorn und Neckarsteinach gehören. In der gesamten Region und auch darüber hinaus ist sie nicht nur als versierte und vielseitige Organistin, Pianistin, Sängerin und Chorleiterin bekannt, sondern vor allem für ihre aus eigener Feder stammenden Musicals, die zumeist in Beerfelden uraufgeführt wurden.
Die einem Kirchenparlament vergleichbare Synode tagte diesmal in der Bad Königer Wandelhalle. Einen weiteren wichtigen Teil der Tagung bildeten Berichte. Dekan Carsten Stein erwähnte dabei die nach wie vor angespannte Situation im Pfarrdienst: Die Hälfte aller Pfarrstellen ist derzeit nicht besetzt. Gegebenenfalls müssten Aufgaben neu akzentuiert werden.
Präses Egon Scheuermann, der die Tagung auch leitete, teilte mit, dass im Norden eine halbe zusätzliche Gemeindepädagogenstelle in absehbarer Zeit besetzt werden könne. Als regionale Beauftragte für das kirchliche Ehrenamt benannte er Claudia Weyrauch.
Alexander Englert berichtete von der Landessynode, wo ebenfalls das Thema Verwaltung eine zentrale Stellung einnimmt. Ermüdend und manchmal auch entmutigend, so Englert, seien immer neue Einspar-Vorgaben.
Die Breuberger Pfarrerin Christina Meyer wurde einstimmig als Beauftragte für den Kindergottesdienst gewählt und ist damit Nachfolgerin von Pfarrer Norbert Feick.
Katharina Gunkel und Björn Metzgen stellten als Bereichsleitungen
das umfangreiche Angebot der Diakonie im Odenwald vor; Themen sind hier unter anderem Schwangerenberatung, Migrationsberatung sowie soziale und berufliche Teilhabe.
Die Entwicklung in den drei Nachbarschaftsräumen ist auf einem guten Weg - gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Kirchenvorstandstreffen etwa sind alle verbindende Themen. Und im Norden ist mittlerweile der Name gefunden, wie Steuerungsgruppen-Vorsitzender Jürgen Paul verriet: Der Nachbarschaftsraum heißt, ganz schlicht: Odenwald Nord.
Bernhard Bergmann
20.6.2026