Höchst. Ein Tag für Familien im ehemaligen Kloster Höchst: Die junge Generation war dabei gut repräsentiert: 30 Mädchen und Jungen zwischen sechs und elf Jahren. Sechs Mamas beziehungsweise Papas waren auch mitgekommen. Am Vormittag gab es Workshops: Kräuter zum Beispiel. Manches wächst unauffällig zu Füßen, und doch sieht man es kaum, geschweige denn dass man den Namen kennt oder gar die (Heil-)Wirkung, wie die Mönche und Nonnen in den Klöstern des Mittelalters: Dass aus dem Löwenzahn eine Pusteblume wird (Foto unten), wussten die meisten, aber dass Spitzwegerich auch gegen Schrammen und Mückenstiche hilft, das war dann doch neu. Und wie gut manche Kräuter (zum Beispiel im Quark) schmecken, erlebten die jungen Entdeckerinnen und Entdecker schließlich auch noch.
Szenenwechsel: Mitten ins Schwarze (oder in diesem Fall ins Gelbe) - also ins Zentrum der Schieß-Scheibe - trafen sie zwar nur gelegentlich, aber wenn der Pfeil gut saß, gab es für die Bogenschützen (Foto oben) allemal Grund zu jubeln. -
Farbenfrohe Kerzen entstanden ein paar Meter entfernt im sogenannten Atelier des Klosters Höchst: Aus flüssigem Wachs zogen die Kinder hier ihre eigenen, naturgemäß höchst individuellen Kerzen.
Wieder andere Jungen und Mädchen begaben sich auf dem weitläufigen Gelände des Klosters, in dem sich mittlerweile eine Jugendherberge befindet, auf die Suche nach originellen Fotomotiven: Auf eine Torwand zum Beispiel kann man nicht nur schießen, die Öffnungen für den Ball stellen auch einen höchst originellen Bilderrahmen her - man muss nur richtig hinschauen. Und Filzen gehörte ebenfalls zu den Angeboten: Kreatives aus Wolle herzustellen, ist gar nicht so schwer, wenn man denn weiß, wie es geht.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen machten Ball- und Bewegungsspiele alle wieder mobil, gemeinsam konnten die Gäste das Labyrinth im Klostergarten kennenlernen oder zusammen singen und Erzählungen lauschen. Mit einer Andacht zum Abschluss und Segen endete dieser Tag, den ein Team um Gemeindepädagogin Eva Heldmann vom Evangelischen Dekanat Odenwald vorbereitet hatte und engagiert begleitete - viele davon ehrenamtlich dabei.
Bernhard Bergmann
26.4.2026