Erbach. Das ehemalige Gasthaus 'Zum Bären', mitten im Erbacher Städtel und genau gegenüber der Stadtkirche gelegen, hatte die evangelische Kirchengemeinde zwölf Jahre lang gepachtet. Seit kurzem gehört ihr das Haus, wie berichtet. Sie wird es statt des künftig zu großen Gemeindehauses nutzen. Bevor der Bär seinen Betrieb so richtig aufnehmen kann, müssen noch einige Dinge renoviert beziehungsweise hergerichtet werden.
"In diesem Jahr sind wir allerdings mit der Innenrenovierung unserer Kirche voll ausgelastet", erklärt Kirchenvorstandsvorsitzende Regina Stellwag. Also sind die Arbeiten im Bären erst für Anfang kommenden Jahres eingeplant. Aber so lange sollen die Pforten nicht geschlossen bleiben. "Wir haben eine Power-Bären-Woche geplant", sagt Bert Rothermel, einer der beiden Erbacher Pfarrer. Und sein Kollege Philipp Raekow ergänzt: "Am Anfang muss es krachen. Alle sind eingeladen, gerade auch diejenigen, die das Haus noch nicht von früher kennen."
Vom 4. bis zum 8. Mai öffnet der Bär an jedem Tag. Montags soll passenderweise das sogenannte Montagsgespräch, das es auch früher schon mal gab, wiederbelebt werden. Thema: Was könnte über die bestehenden Ideen hinaus noch im 'Bären' stattfinden, gibt es Wünsche? Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzudenken. Am Dienstag gestalten die Konfis zusammen mit ihren Eltern und dem Konfi-Team der Kirchengemeinde das Programm. Am Mittwoch wird es einen musikalischen Abend geben, für den Donnerstagabend lädt Pfarrer Raekow zum 'After-Work'-Treffen ein. Am Freitag schließlich übernehmen Regina Stellwag und ihre Kirchenvorstandskollegin Christiane Ruppert die Regie und gestalten einen mexikanischen Abend für gleich mehrere Sinne.
Gerne wolle man, sozusagen nebenbei, auch Menschen ansprechen, ob sie nicht Lust und Zeit haben, beim Bären-Projekt mitzuarbeiten, sagt Regina Stellwag. Denn das frühere Team, welches das Haus mit (kirchengemeindlichem) Leben füllte, gibt es so nicht mehr.
Und nach den Sommerferien sollen hier auch Abende mit Musik und Lesung stattfinden. "Wir wollen bewusst auch über binnenkirchliche Veranstaltungen hinausgehen", betont Pfarrer Rothermel. Und auch Familienfeiern könnten - wie früher - hier wieder einen Ort haben, noch bevor der Bär dann nach den noch zu erledigenden Arbeiten endgültig wieder zu brummen beginnt.
Das Programm in der Übersicht
Bernhard Bergmann
23.4.2026