
Michelstadt. Mit sensiblen Ohren und Fingerspitzengefühl feilt Orgelbauer David Aude gleichsam an einzelnen Tönen: Während seine Kollegin Maria Trinkl am Spieltisch einige Meter weiter unten die Tasten anschlägt, prüft er, verborgen hinter Dutzenden von Pfeifen, Klang und Lautstärke jeder einzelnen Pfeife und korrigiert nötigenfalls Details.
Die beiden Fachleute von der Firma Jann (Allkofen/Niederbayern) sind derzeit damit beschäftigt, die Orgel der Michelstädter Stadtkirche nach deren umfassender Innenrenovierung zu überarbeiten und zu reinigen. Zugleich wird das historische Instrument um zwei Register erweitert, was bedeutet, dass 86 Pfeifen aus Fichtenholz hinzukommen - insgesamt sind es dann annähernd 3000 Pfeifen, die zusammen den eindrucksvollen Klang dieses Instruments ergeben. Noch bis Ende März werden die Arbeiten voraussichtlich dauern.
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Bernhard Bergmann
22.2.2012