Evangelisches Dekanat Odenwald

Kerstin Peiper in Steinbach

Immer offen für die großen Fragen

Kerstin Peiper hat die evangelische Pfarrstelle Steinbach übernommen

Steinbach. Kerstin Peiper ist die neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Steinbach. Anfang Dezember hat die 31-Jährige die Stelle übernommen, die seit dem Rückzug Pfarrer Paul-Gerhardt Künzels im Frühjahr vakant gewesen war. Kerstin PeiperKerstin Peiper stammt aus dem Westerwald und hat deutsch-amerikanische Wurzeln. Die ersten zehn Lebensjahre hat sie in verschiedenen arabischen Ländern verbracht, und auch längere Aufenthalte in den USA gehören zu ihrem bisherigen Lebenslauf. Mit ihr ins Steinbacher Pfarrhaus eingezogen ist Theologiestudentin Almuth Peiper, mit der sie in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, sowie ein Havaneser-Welpe. Jazz, so der Name des quirligen kleinen Hundes, ist 14 Wochen alt.

„Als Jugendliche haben mich die großen Grundfragen beschäftigt: Wo komme ich her; was ist der Sinn des Lebens?“ Ein Pfarrer riet ihr: „Im Konfirmandenunterricht kannst Du alle Deine Fragen stellen.“ Damit hatte der Weg begonnen, der sie über Konfirmation und Theologiestudium schließlich bis ins Pfarramt führte. Kerstin Peipers vielseitiger Wissensdurst zeigt sich auch darin, dass sie neben evangelischer Theologie in Frankfurt und Heidelberg zusätzlich auch Religionswissenschaften und Geschichte studiert hat. Das Vikariat – die praktische Ausbildung zur Pfarrerin – absolvierte sie in Mainz-Hechtsheim, das anschließende Spezialvikariat bei einer Partnerkirche im US-Bundesstaat New York, nahe den Niagarafällen. Von dort kam sie nun direkt nach Steinbach.

Das Fragen und damit eine „grundsätzliche Offenheit“ sind ihr geblieben, und diese Haltung ist ihr auch im Gemeindeleben wichtig: „Es gibt nicht die eine Wahrheit“, meint sie. Daher hält die junge Pfarrvikarin auch den Begriff der Toleranz hoch.
„Hier in Steinbach bin ich warmherzig und offen begrüßt worden“, freut sich Kerstin Peiper. Als Vorzug der Gemeinde, zu der außer Steinbach noch Steinbuch und Rehbach zählen, nennt sie unter anderem den gleichzeitig ländlichen und städtischen Charakter vor den Toren Michelstadts.

In ihrer Freizeit liest sie gerne, aber auch da bevorzugt theologische Fachbücher, daneben Fantasy-Romane; „und ich sammle Kinderbücher“. Außerdem möchte sie nach längerer Abstinenz im Steinbacher Pfarrhaus ihre Klarinette wieder auspacken und nennt als Ziel der kommenden Zeit, die Grundakkorde auf der Gitarre zu lernen. Das kann man als Pfarrerin immer gebrauchen.

Im Rahmen eines Gottesdienstes, der am Sonntag (29.) um 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Steinbach beginnt, wird Pfarrvikarin Kerstin Peiper von Pröpstin Karin Held (Darmstadt) ordiniert und offiziell in ihr neues Amt eingeführt.

 

Bernhard Bergmann
18.1.2012


Links  ·   Evangelisches Dekanat Odenwald   ·   Impressum